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Entstehung des Lagers

Das Lager Haiming entstand während des zweiten Weltkrieges und diente zuerst als Arbeitslager bzw. Unterkunft für Arbeiter (Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Arbeitsverpflichtete), welche für die Westtiroler Kraftwerke AG die unterste Staustufe der Ötztaler Ache ausbauen sollten. Nach der Übernahme durch die Alliierten kam das Lager unter französisches Kommando. In diesem Lager befanden sich am 15. März 1946 insgesamt 1192 Volksdeutsche.

Das Lager Haiming mit der Pfarrkirche im Hintergrund

Aus dem Buch "Heimat auf Zeit" von Elisabeth Salvador-Wagner

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch von Elisabeth Salvador, welche als Zeitzeugin ihre meist positiven Erinnerungen und Erlebnisse, sowie Fakten und Daten aus der Lagerzeit in Haiming gesammelt und bereits im Jahr 1993 in Buchform gebracht hatte. Das Buch kann über den Universitätsverlag Wagner in Innsbruck bezogen werden:

Salvador-Wagner, Elisabeth:

Heimat auf Zeit: das volksdeutsche Flüchtlingslager Haiming 1946-1960

ISBN 3-7030-0291-3

Ich bedanke mich sehr herzlich bei Frau Wagner für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Texte und Fotos aus dem Buch!

 

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Die Lagerschule in Haiming - eine ganz besondere Schulform

Auf dem Plan ist die Lage des Schulgebäudes ersichtlich

Die Lagerschule

Die Eröffnung der Lagerschule erfolgte im März 1946 sofort nach der Ankunft der Flüchtlinge. Anfangs wurden zwei, später drei Stunden Unterricht ohne fixen Stundenplan in einer provisorischen Schulbaracke abgehalten. Die Lehrer arbeiteten zuerst für das Essen aus der Lagerküche, erst später wurden sie durch die Landesregierung bzw. durch die Lagerkasse entlohnt. Der Status dieser Schule war noch völlig unklar, deshalb bezeichnete man sie im Schuljahr 1945/46 als Private fünfklassige Volksschule. Die Zeugnisse wurden auf österreichischen Zeugnisformularen ausgestellt, doch statt eines Schulsiegels wurde das Lagersiegel angebracht, und neben dem Lehrer Hans Becker und dem Schulleiter Oscar Schikorsky unterzeichnete Lagerleiter Ghyoot. Da die Zeugnisse aufgrund einer kommissionellen Prüfung durch Haiminger Lehrer, nämlich Josef Peintner, Franz Klingler und Johanna Haslwanter, ausgestellt wurden, brachte man außerdem das Siegel des Bezirksschulrates Imst an. Für die knapp vier Monate des Schuljahres 1945/46 existieren außer Zeugnissen keinerlei Unterlagen, also auch keine Schüler- und Klassenzahlen....

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